Dreidimensional nachhaltig heisst "sorgfältig" in Bezug auf Gäste und Mitarbeitende, "erfolgreich" in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und finanziellen Erfolg, "vorausschauend" in Bezug auf Umwelt und Klimaschutz. Diese Haltung ist unsere unternehmerische Pflicht; quasi Grundhaltung. Wer mit einem "Bergerlebnis" wirbt, muss auch etwas zu dessen qualitativer Erhaltung tun. Deswegen sind wir auch bei #ceo4climate, «Cause We Care» und #SwissTourism4SDGs dabei. Und zwar aktiv, von vorne, als Influencer, nicht als Follower. Dem Niesen gleich: Er steht ja zuvorderst und nicht irgendwo hinten in der Kette.

Cause We Care
Seit 2017 (Start des Programms) engagieren wir uns in der nationalen Kooperation «Cause We Care» für Klimaschutz. Unsere Gäste beteiligen sich direkt: Zum Beispiel im Webshop, wo freiwillig 1 Prozent der Buchungssumme für den Klimaschutz bezahlt werden kann, oder mit den Parkgebühren, welche zu rund 25% ebenfalls für Klimaschutzmassnahmen eingesetzt werden. So kamen von Gästen im 2020 CHF 36’000 zusammen, die Niesenbahn AG verdoppelt den Betrag. Ein Viertel der Gesamtsumme wird in das Projekt «Sauberes Trinkwasser für Schulen und Haushalte in Uganda» investiert, drei Viertel in eigene Massnahmen vor Ort. Seit 2017 sind von Gästen insgesamt CHF 81‘000 freiwillig bezahlt worden.
causewecare.ch/niesen

Im Jahr 2019 wurden wir von «Cause We Care» mit dem MYCLIMATE Award – Klimavorreiter bei den Ausflugsgipfeln ausgezeichnet.
myclimate.org/klimavorreiter

 

KITRO
Seit 2020 analysieren wir mit zwei «KITRO Geräten» den Lebensmittelabfall aus dem Restaurant und aus der Küche. Während aus dem Restaurant Teller- und Buffet-Reste anfallen, sind es aus der Küche Rüstabfälle, Öl, Kaffeesatz und zu viel produzierte Ware, die nicht mehr verwendet werden darf. Die Geräte machen laufend Fotos und erfassen das Gewicht der Abfälle. Online wird identifiziert, was entsorgt wird und der Warenwert wird berechnet. So wissen wir, dass im Berghaus-Restaurant im Jahr 2020 1’552 kg vermeidbarer Lebensmittel-Abfall im Wert von CHF 10‘594.- entsorgt wurde. Die Top Drei-Plätze belegen Pommes frites (80 kg), Rührei (78 kg) und Kartoffelstock (68 kg). Aufgrund der gesammelten Erfahrungen der Kitro-Betriebe können Massnahmen zur Abfall-Reduktion abgeleitet werden.
kitro.ch

 

Biogas

Lebensmittelabfälle (Retouren aus dem Restaurant, Rüstabfälle, Öl, Kaffeesatz, etc.) werden in der Biogasanlage Frutigen zu Treibstoff (Biogas) verarbeitet. Damit wird unter anderem der Lastwagen unseres Wäschereipartners "Wäsche-Perle" betrieben. Damit ist die Lieferung fast klimaneutral.

 

WormUp
Ab 2021 wird Foodwaste mithilfe der WormUp Initiative sinnvoll verwertet. Der WormUp SCALE ist ein Wurmkomposter für draussen und grössere Abfallvolumen. Die Würmer sorgen für einen effizienten und geruchsneutralen Prozess und wandeln die Abfälle in wertvolle Erde um. Diese kann wiederum für die Bepflanzung des Blumenschmucks der Niesenbahn verwendet werden.
wormup.ch

 

Umbau Berghaus
Im Berghaus Niesen Kulm wurde während des Umbaus (2018/2019) die Ölheizung durch eine Wärmepumpe und Rückgewinnungsanlage ersetzt. Es werden keine fossilen Brennstoffe verwendet. Insgesamt wurden 1.1 Millionen CHF, das entspricht 16% von den letzten Berghaus-Investitionen in Energie- und Umweltmassnahmen eingesetzt. Unseren Strom beziehen wir ausschliesslich aus erneuerbaren Energiequellen. (Aktuell REPOWER und Wasserkraft)
niesen.ch/berghaus2019

 

Regionalität – Gäste, Mitarbeitende und Lieferanten

Fokus auf den lokalen, regionalen, nationalen Markt, damit die Gäste per ÖV und MIV auf kurzen Strecken anreisen können. Weil unsere unternehmerische Verantwortung nicht an der Talstation beginnt, sondern dort, wo die Gäste herkommen. Als Unternehmen setzten wir auf lokale Mitarbeitende und stellen vorwiegend Personen aus der Region ein. Zusätzlich zählen wir, wo immer möglich, auf lokale und regionale Lieferanten.

 

Nachwuchsförderung
Wir fördern den Nachwuchs als wichtiges Anliegen in den Bereichen Marketing, Bahntechnik und künftig auch Gastronomie.

  • Praktikum 60% Marketing, Verkauf und Events
  • Paten-Programm mit der Hochschule Luzern (20% Anstellung eines Studierenden)
  • Lernende (aktuell: Seilbahn-Mechatroniker-Lernender EFZ)

 

Barrierefreiheit seit 2010
Mobilitätseingeschränkte Gäste sind bei uns willkommen. Rampen in der Tal- und Mittelstation sowie zwei Lifte in der Bergstation erleichtern die Fahrt auf den Berg. Der rund 200 Meter lange Weg zwischen der Bergstation und Berghaus ist flach und geteert. Vom Berghaus führt ein eher steiler, aber Rollstuhlgängiger Weg auf die Niesen Plattform. Auch diese ist mit Unterstützung für alle Gäste erreichbar.

Die Niesenbahn hat eine Partnerschaft mit OK:GO. Dank dieser kann am Niesen noch besser auf Reisebedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und SeniorInnen eingegangen werden.
ginto.ch

 

Pestizidfrei
Seit 2010 pflegen wir unsere Umgebung inklusive Bahn-Trasse ausschliesslich pestizidfrei.

 

Fauna
In ihrer neuen Minibroschüre „Bergvögel“ porträtiert die Schweizerische Vogelwarte 38 im Gebirge heimische Vogelarten. Damit möchte sie die Bevölkerung für die Vielfalt der Vögel in den Bergen begeistern, aber auch für die Empfindlichkeit der Bergwelt sensibilisieren. Die Broschüre stellt eine ideale Ergänzung zu den Angeboten der Niesenbahn AG dar, welche auf das gelungene Zusammenleben mit der Natur aufmerksam machen. Als erste Bahngesellschaft verteilt die Niesenbahn AG die Broschüre, die sich aufgrund ihres Taschenformats auch als Vogelbuch für unterwegs eignet, seit der Saison 2020 gratis an ihre Gäste.
vogelwarte.ch

 

Flora
Eine Biologin des Pflanzeninstitutes der UNI Bern untersucht in ihrer Dissertation acht alpine Pflanzenarten von vier verschiedenen Gattungen, wobei pro Gattung eine Art häufig ist und eine selten (zum Beispiel Androsace chamaejasme und A. puberula). Für jede Art hat sie im vergangenen Sommer 10 bis 13 natürliche Populationen im ganzen Alpenraum besucht und Daten über die morphologische Diversität und Umweltparameter gesammelt. Damit möchte sie populationsökologische Fragen beantworten, zum Beispiel ob kleinere Populationen weniger Früchte bilden als grosse, und ob das abhängig von der Höhe sein könnte. Von jeder Population hat sie Samen mitgenommen, mit denen sie im Sommer 2021 am Niesen ein Experiment machen möchte. Sie lässt die Samen in Bern keimen und wird sie auf zwei verschiedenen Höhenstufen als Experiment aufstellen. Die unterschiedlichen Höhenstufen würden verschiedene Klimaszenarien simulieren und pro Stufe wären die Pflanzen anderen Bedingungen aussetzen. Damit möchte sie herausfinden, ob sich die häufigen unter diesen 8 Arten besser an die simulierten Klimawandel-Szenarien anpassen können als die seltenen. Die Niesenbahn schafft mit den Flächen, Zäunen und Pflege die dafür notwendigen Rahmenbedingungen.

 

Wissensvermittlung
Über unser Engagement erzählen wir an Vorträgen und in der Aus- und Weiterbildung.

cause we care – Das Klima zählt auf uns!

Die Initiative "cause we care" der Schweizer Stiftung myclimate gibt unseren Gästen die Möglichkeit, Klimaschutz lokal und global zu fördern. Mit einem freiwilligen Beitrag von einem Prozent (1 %) leisten unsere Gäste aktiv einen wirksamen Beitrag an den Klimaschutz und erhalten ein klimaneutrales Produkt. Als Dank dafür versprechen wir, den Beitrag zu verdoppeln und die gesamte Summe in Nachhaltigkeitsmassnahmen zu investieren. So erzielen unsere Gäste mit ihrem Engagement gleich doppelte Wirkung.

myclimate

myclimate ist Partner für wirksamen Klimaschutz – global und lokal. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft sowie Privatpersonen will myclimate durch Beratungs- und Bildungsangebote sowie eigene Projekte die Zukunft der Welt gestalten. Dies verfolgt myclimate als gemeinnützige Organisation marktorientiert und kundenfokussiert. – Wir sind als Niesenbahn AG stolz, Partner von myclimate zu sein und uns gemeinsam zu verpflichten und für den Klimaschutz zu engagieren.