Anfänge der Niesenbahn
Das Projekt einer Drahtseilbahn auf den Niesen wurde am 20. Dezember 1902 durch Bundesbeschluss genehmigt. Am 30. April 1906 wurde in Spiez die Niesenbahn-Gesellschaft AG gegründet mit Nationalrat A. G. Bühler als erstem Präsidenten. Nach Genehmigung des Bauprojektes konnte im August 1906 mit dem Bau begonnen werden.

Der Bahnbau
Die Baugeschichte
Am 26. August 1906 war der erste Arbeitstag. Eine elektrisch betriebene Bauwinde am linken Ufer der Kander diente zur Beförderung der Baustoffe.
Im Februar 1907 wurde der Tunnel der 1. Sektion in Angriff genommen. Im Jahre 1908 wurde das Maschinenhaus auf der Schwandegg erstellt und die Triebwerke sowie elektrischen Einrichtungen eingebaut.
Im Sommer wurde mit den Arbeiten an der 2. Sektion begonnen. Schlechter Baugrund verzögerte den Bau des Hegerntunnels. Im Herbst war das Maschinenhaus auf Kulm fertig und am 6. November wurde das Zugseil eingehängt.
Im Juni 1910 war die ganze Strecke befahrbar und die Bremsproben konnten stattfinden.
Nachdem der Bundesrat die Bewilligung erteilt hatte, konnte am 13. Juli 1910 die Einweihung stattfinden.
Die Erneuerung der Bahnanlagen 1946/47
Der zunehmende Reiseverkehr in den 20er-Jahren erforderte eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit, damit eine Herabsetzung der Fahrzeiten möglich wurde. Die Erneuerung umfasste unter anderem die Neuausrüstung der Antriebe sowie die Anschaffung neuer Wagenkasten. Diese waren nun aus Alu mit einem Fassungsvermögen von je 60 Personen.
